Gosh, darn, drat, oh my!
Weißt du, was minced oaths sind? Minced oaths sind abgeschwächte Fluchwörter wie gosh, darn und drat, die ein tabuisiertes Wort oder einen anstößigen Ausdruck auf eine gesellschaftlich akzeptablere Weise ausdrücken. Wir stellen dir einige gängige minced oaths im Englischen vor.
Verwendung von minced oaths
Wenn man das Bedürfnis hat zu fluchen, aber niemanden beleidigen möchte, sind minced oaths eine gute Alternative. Das Wort minced bedeutet „zerkleinert“ und deutet in diesem Zusammenhang eine Abmilderung an. Viele minced oaths („zerkleinerte Flüche“) sind verkürzte, falsch geschriebene oder absichtlich anders ausgesprochene Versionen von Flüchen oder Schimpfwörtern.
Minced oaths werden in informellen Kontexten, meist im Gespräch verwendet und sind im Grunde Synonyme, die einige der gleichen Laute wie die Wörter teilen, für die sie als Ersatz dienen. Der Klang des Wortes ist entscheidend dafür, dass das betreffende Wort als Ersatz funktioniert – und es gibt bestimmte Laute, die das Bedürfnis, Ärger oder starke Gefühle über eine Situation ausdrücken, besonders gut befriedigen.
Zum Beispiel sind vor allem Wörter, die mit „d“ beginnen, gut geeignet, wenn man einen Fehler oder ein Missgeschick erlebt – und sie ersetzen ein tabuisiertes Wort, das ebenfalls mit „d“ beginnt, aber in vielen Situationen weniger akzeptabel ist. 🫢 Man kann zum Beispiel darn, dang, dagnabbit, doggone it oder drat verwenden, um Frustration auszudrücken, etwa wie in: Dagnabbit, where’d I put that hammer? (Verflixt, wo hab ich nur den Hammer hingelegt?) Diese Ausdrücke kann man auch als Adjektive benutzen, um zu beschreiben, was einen ärgert, wie in: It’s that darn woodpecker, pecking at the house again! (Es ist schon wieder dieser verflixte Specht, der am Haus herumhämmert!) Am häufigsten begegnet man darn und dang, während die anderen Varianten eher volkstümlich oder altmodisch klingen.
Einige abgeschwächte Fluchwörter, die mit „s“ beginnen und deinem Ärger wirksam Luft machen, sind shoot, sugar oder der Ausdruck oh snap! In Kontexten, in denen man sich gepflegt ausdrücken sollte, werden sie dem ähnlich klingenden Schimpfwort mit „s“ vorgezogen, zum Beispiel in: Shoot, I forgot my password! (Mist, ich habe mein Passwort vergessen!)
Es gibt auch bestimmte Laute am Ende von Wörtern, die helfen, Frust rauszulassen, etwa der „k“-Laut am Wortende. Man kann sagen: What the heck? (Was zum Kuckuck) oder What the frack is this? (Was zum Henker ist das?) Außerdem kann man das mit „h“ beginnende Schimpfwort buchstabieren und dabei den Euphemismus „h-e-double hockey sticks“ (h-e-doppelte Hockeyschläger) verwenden, wobei die hockey sticks auf die Form des Buchstabens „L“ anspielen. Diese Variante ist besonders bei Kindern beliebt und kommt auch in Filmen und Fernsehserien vor.
Schließlich gibt es noch Alternativen zum berüchtigten f-Wort für besonders frustrierende oder schockierende Situationen. Kindgerechte Möglichkeiten sind fudge, fiddlesticks, frig und farts. Wenn man ein Adjektiv braucht, funktionieren auch freaking, fricking, frigging oder fracking, wie in: I can’t go out because I have to do my fricking homework (Ich kann nicht ausgehen, weil ich meine verflixten Hausaufgaben machen muss).
Abgemilderte minced oaths zur Vermeidung religiöser Tabus
Wenn du große Überraschung drastisch ausdrücken willst, kannst du den abgemilderten Fluch mit zwei Ersatz-Schimpfwörtern verwenden: Shut the front door! (Das ist unglaublich!)
Diese Art von abgeschwächtem Fluch, bei dem zwei Fluchwörter ersetzt werden, ist besonders nützlich, um religiöse Tabus und gotteslästerliche Ausdrücke zu vermeiden. Einige alberne minced oaths, die niemandes Namen missbrauchen – außer vielleicht den der armen Louise – sind zum Beispiel:
| Wörter mit „g“ am Anfang | good gravy golly gosh good heavens |
| Wörter mit „holy“ |
holy cow holy moly holy schnitzel holy mackerel |
| Wörter mit „dsch“-Laut am Anfang |
jeepers geez geez Louise gee whiz gee whillikers |
| Wörter mit „k“-Laut am Anfang |
crikey crap crapola for crying out loud |
Diese abgeschwächten Flüche können eigenständig als Ausrufe verwendet werden und ersetzen anstößigere, gotteslästerliche Wendungen. Insbesondere crap und crapola können auch als Substantive fungieren und sich auf wörtliche oder übertragene Exkremente beziehen, wie in: Where did all this crapola come from? (Wo kommt denn der ganze Mist auf einmal her?) Mit crap sollte man besonders vorsichtig sein, da es als anstößiger gelten kann als die anderen oben genannten Alternativen.
Fluchen ohne schlechtes Gewissen
Bevor du also im Englischen fluchst wie ein Seemann, greif lieber zu diesen Alternativen – sie passen besser vor Großeltern, in förmlicheren Situationen und am Arbeitsplatz.