Schach wird oft als ein ernstes Logikspiel angesehen, das in stiller Konzentration gespielt wird – aber wusstest du, dass sich am Schachbrett auch viele schockierende Vorfälle ereignet haben?
Wir stellen dir einige der skandalösesten Dinge vor, über die sich die besten Schachspieler gestritten haben!
1. Joghurt
Zwei der größten Schachmeister aller Zeiten – Viktor Kortschnoi und Anatoli Karpow – stritten sich über einen Blaubeerjoghurt, der Karpow während eines Weltmeisterschaftsspiels von seinem Team geschickt wurde, und argumentierten, dass der Geschmack ein subtiles Signal vom Team des Spielers sein könnte, um einen bestimmten Zug zu spielen, seinen Spielstil anzupassen oder kritische Spielmomente hervorzuheben.
Und das ist noch nicht alles! Während genau dieses Matches forderten die Spieler außerdem, dass ein Stuhl auseinandergenommen und geröntgt wird, um ihn auf unerlaubte Geräte zu untersuchen. Korchnoi beschuldigte Karpow sogar, einen Hypnotiseur eingeladen zu haben, der in der ersten Reihe sitzen und Korchnois Gehirnwellen negativ beeinflussen sollte! (Karpow hat den Hypnotiseur tatsächlich in die erste Reihe eingeladen, aber ob es wirklich zu einer Beeinflussung der Gehirnwellen kam, ist bis heute unklar!) 🔮
2. Jeans
Magnus Carlsen, der weltbeste Spieler, verließ wutentbrannt die Schnellschach-Weltmeisterschaft und gab damit seinen Weltmeistertitel auf, nachdem er mitten im Turnier darüber informiert wurde, dass er seine luxuriösen italienischen Jeans gegen eine formellere Hose tauschen müsse, um dem offiziellen Turnier-Dresscode gerecht zu werden.
Anschließend versteigerte er seine mittlerweile berühmte Hose online für 36.100 US-Dollar und spendete den Erlös für wohltätige Zwecke.

3. Ein Vulkan
Nach dem Ausbruch eines Vulkans in Island im Jahr 2010, der Asche über Europa verteilte und den Flugverkehr auf dem gesamten Kontinent lahmlegte, hätte Viswanathan Anand (der amtierende Weltmeister) es beinahe nicht rechtzeitig zur Weltmeisterschaft geschafft, um teilzunehmen.
Die Schachfunktionäre lehnten Anands Antrag auf eine Verschiebung ab, sodass er gezwungen war, eine 40-stündige Reise quer durch Europa anzutreten und dabei Länder zu meiden, für die er kein Visum hatte. Das nennt man Ausdauer!
4. Pausen auf der Toilette
Während der Schachweltmeisterschaft 2006 beschuldigte Veselin Topalov Vladimir Kramnik, auf der Toilette einen Computer benutzt zu haben, um zu betrügen (es war der einzige Ort ohne Videoüberwachung!). Obwohl er keinen Beweis hatte, behauptete Topalov, dass Kramnik während einer Partie über 50-mal die Toilette aufgesucht habe, und verlangte von den Organisatoren, diese auseinanderzunehmen, um Nachforschungen anzustellen.
Sie taten dies und es wurden nur zwei gewöhnliche Netzwerkkabel in der Decke gefunden – normal für jedes Gebäude. Am Ende waren Topalovs Proteste vergeblich und er verlor die Partie.
5. Ein Hilfsmittel im Schuh
Borislav Ivanov, ein Spieler mit relativ hohem Rang, wurde beschuldigt, durch ein Gerät in seinen Schuhen betrogen zu haben, nachdem er plötzlich eine enorme Leistungssteigerung gegen stärkere Gegner zeigte und gleichzeitig dabei beobachtet wurde, wie er große Turnschuhe trug und seltsam lief – außer während der Fußballspiele, die er während des Turniers zwischen den Schachpartien spielte. Als ihn die Turnierorganisatoren aufforderten, die Schuhe auszuziehen, weigerte sich Ivanov hartnäckig mit der Begründung, seine Socken würden unangenehm riechen. Die Schachfunktionäre fanden seine Ausrede wenig überzeugend, sodass er die Partie verlor und schließlich vom Wettkampfschach ausgeschlossen wurde. Nach einem frühen Rückzug aus dem Schach geriet er später in seinem Heimatland wegen Urkundenfälschung in Haft.
6. Verleumdung
Nachdem er eine Partie gegen Hans Niemann, den am niedrigsten platzierten Spieler in einem Turnier, verloren hatte, beschuldigte der weltbeste Spieler Magnus Carlsen ihn öffentlich des Betrugs. Dies führte dazu, dass eine Schach-Website eine Untersuchung des Kontos des niedriger platzierten Spielers auf dieser Website durchführte. Er wurde des Betrugs für schuldig befunden und konterte mit einer Verleumdungsklage in Höhe von 100 Millionen Dollar. Trotz konkreter Beweise für Betrug bei früheren Gelegenheiten wurde die Klage schließlich abgewiesen und beide Spieler schlossen Frieden.
Wettbewerb und Kreativität – auf und abseits des Brettes!
Unterschätze niemals die Vorstellungskraft eines Schachspielers, sowohl auf als auch neben dem Schachbrett! Schach fördert die Kreativität – und die 64 Felder bieten eine Welt voller Möglichkeiten.