Schach ist ein Strategiespiel, doch zuerst musst du die Figuren kennen: Von der mächtigen Dame bis hin zu den einfachen Bauern hat jede Figur ihre eigene Rolle, definierte Zugmöglichkeiten und ganz spezifische Eigenschaften.
In diesem Beitrag:
- Welche Schachfiguren gibt es?
- Wie ziehen die einzelnen Figuren?
- Welchen Wert besitzt jede Figur?
- Der Bauer
- Der Springer
- Der Läufer
- Der Turm
- Die Dame
- Der König
Welche Schachfiguren gibt es?
Im Schach gibt es zwei Spieler oder Farben: Weiß und Schwarz. Wenn du das Schachbrett aufstellst, siehst du sofort, dass es viele verschiedene Figuren gibt.
Jede Seite beginnt mit 16 Figuren:
Wenn es um Schachfiguren geht, hört man oft bestimmte Begriffe, mit denen Figuren zusammengefasst werden:
- Bauern vs. Figuren: Bauern bilden eine eigene Kategorie. Alles andere wird einfach als „Figur“ bezeichnet.
- Schwere vs. leichte Figuren: Die Dame und die Türme werden als „Schwerfiguren“ bezeichnet, während Springer und Läufer „Leichtfiguren“ genannt werden.
Diese Figuren arbeiten als Team zusammen, um den König zu schützen und den Gegner anzugreifen.
Wie ziehen die einzelnen Figuren?
Jede Figur bewegt sich auf eine individuelle, festgelegte Weise. Manche gleiten in einem Zug über das ganze Brett, eine darf über andere Figuren springen und einige haben eingeschränkte Zugmöglichkeiten.
Die Bauern ziehen nach vorne, aber niemals rückwärts. Bei ihrem ersten Zug können sie ein oder zwei Felder vorrücken. Danach dürfen sie nur noch jeweils ein Feld nach vorne ziehen.
Die Springer ziehen in einer L-Form: zwei Felder in eine Richtung (horizontal oder vertikal) und anschließend ein Feld im rechten Winkel dazu.
Die Läufer ziehen eine beliebig große Anzahl von Feldern diagonal.
Die Türme ziehen eine beliebig große Anzahl von Feldern horizontal oder vertikal.
Die Dame zieht eine beliebig große Anzahl von Feldern horizontal, vertikal oder diagonal.
Der König zieht jeweils nur ein Feld in eine beliebige Richtung.
Welchen Wert besitzt jede Figur?
Im Schach werden den Figuren sogenannte Bauerneinheiten zugeordnet, um ihren Wert zu quantifizieren:
| Figur | Wert in Bauerneinheiten |
|---|---|
| Bauer | 1 Punkt |
| Springer | 3 Punkte |
| Läufer | 3 Punkte |
| Turm | 5 Punkte |
| Dame | 9 Punkte |
| König | unschätzbar (ohne ihn kannst du nicht gewinnen!) |
Diese Werte sind keine offiziellen Regeln, helfen den Spielenden aber dabei, Tauschzüge und Stellungen zu bewerten.
Der Bauer
Der Bauer hat einen runden Kopf, fast wie ein kleiner Helm. Jede:r Spieler:in besitzt zu Beginn 8 Bauern, die aus Perspektive des:der Spieler:in in der zweiten Reihe (also der Reihe vor den Schwer- und Leichtfiguren) aufgestellt sind. Insgesamt stehen also 16 Bauern auf dem Brett – 8 auf der zweiten und 8 auf der siebten Reihe.
Das zeichnet die Bauern aus:
- Sie sind die einzigen Figuren, die anders schlagen als sie ziehen. Sie ziehen gerade nach vorne, schlagen aber diagonal.
- Außerdem sind sie die einzigen Figuren, die nicht rückwärts ziehen können.
Für die Bauern gelten außerdem zwei Sonderregeln:
- en passant: Dabei handelt es sich um einen speziellen Schlag, der unmittelbar nach dem Zug eines gegnerischen Bauern möglich ist, wenn dieser zwei Felder nach vorne zieht.
- Umwandlung: Ein Bauer muss in eine andere Figur umgewandelt werden, sobald er die gegenüberliegende Seite des Bretts erreicht, und zwar in eine Dame (die stärkste Wahl), einen Turm, einen Springer oder einen Läufer.
Der Springer
Der Springer sieht wie ein Pferdekopf aus. Jede:r Spieler:in hat 2 Springer, die aus Spieler:innenperspektive in der ersten Reihe und jeweils auf dem zweiten Feld von außen (zwischen Turm und Läufer) aufgestellt werden.
Es ist die einzige Figur, die über andere Figuren springen kann, was sie in gedrängten Stellungen nützlich macht.
Der Läufer
Der Läufer hat ein spitzes oberes Ende mit einer diagonalen Einkerbung. Jede:r Spieler:in hat 2 Läufer, die aus Spieler:innenposition in der ersten Reihe stehen, jeweils auf dem dritten Feld von außen. Das bedeutet, dass jede Seite mit einem Läufer auf einem weißen Feld und einem Läufer auf einem schwarzen Feld beginnt.
Da die Läufer nur diagonal ziehen, bleiben sie während des gesamten Spiels immer auf derselben Feldfarbe.
Der Turm
Der Turm sieht aus wie ein Burgturm. Jede:r Spieler:in beginnt mit 2 Türmen, die in den Ecken des Bretts stehen.
Sie gehören zu den Schwerfiguren und spielen eine Rolle bei der Rochade, einem besonderen Zug, der den König schützt und den Turm aktiviert.
Die Dame
Die Dame trägt eine Krone und ist meist die zweitgrößte Figur. Jede:r Spieler:in besitzt 1 Königin, die aus Spieler:innenperspektive in der ersten Reihe und auf dem gleichfarbigen Feld aufgestellt wird: Die weiße Dame startet in der Mitte auf einem weißen Feld und die schwarze Dame startet in der Mitte auf einem schwarzen Feld.
Die Dame ist die wertvollste Figur des Schachbretts, da sie die Schlagkraft des Turms und des Läufers vereint.
Der König
Der König ist für gewöhnlich die größte Figur und trägt eine Krone mit einem Kreuz. Jede:r Spieler:in besitzt einen König und er wird aus Spieler:innenperspektive in der ersten Reihe neben der Dame aufgestellt: Der weiße König steht aus der Perspektive von Weiß rechts neben der Dame und der schwarze König steht aus der Perspektive von Schwarz links neben der Dame.
Obwohl er keine großen Züge macht, ist er die wichtigste Figur, denn wenn dein König schachmatt gesetzt wird, ist das Spiel vorbei.
Schach, bitte!
Besser in Schach zu werden beginnt damit, die Figuren zu verstehen. Sobald du weißt, wie jede einzelne von ihnen zieht, kannst du vorausdenken, Taktiken planen und anfangen, mit Selbstvertrauen zu spielen. ♟️